Neuigkeiten und Informationen 2022




Neue Eltern-Kind-Gruppe in Nistertal

Nistertal, 20. Mai 2022

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Alle jungen Eltern aufgepasst

Am Freitag, 03.06.2022, 9.30 Uhr beginnt eine Eltern-Kind-Gruppe für Eltern mit ihren Kindern im Alter von 10 Monaten bis 3 Jahre im Kindergarten Kunterbunt in Nistertal. Die Eltern-Kind-Gruppe der Kath. Familienbildungsstätte WW/Rhein-Lahn bietet Austausch mit anderen Eltern sowie Tipps rund um den Familienalltag.

Gemeinsam lernen Eltern und Kinder tolle neue Materialien und Lieder kennen, machen Finger- und Bewegungsspiele. Die Aktivitäten sind auf den Entwicklungsstand der Kinder abgestimmt. In der Eltern-Kind-Gruppe können Kinder erste Sozialkontakte üben. Dies ist auch hilfreich für die spätere Eingewöhnung in den Kindergarten.

Info:
Leiterin der Eltern-Kind-Gruppe: Melanie Meyer

Anmeldung:
Bei Interesse melden Sie sich bitte für die Eltern-Kind-Gruppe online unter
Familienbildungsstätte Westerwald. oder Tel: 02602-680245



Karnevalsverein Nistertal 1992 e.V.
Karnevalsverein Nistertal on Tour in Scheuerfeld


Nistertal, 20. Mai 2022

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Am 15.05.2022 machte sich der Karnevalsverein Nistertal anlässlich des 40. Geburtstages auf den Weg zum Familienfest des Karnevalsvereins Scheuerfeld (KVS). Nach dem der 2. Vorsitzende von KVS Lars Rassel das närrische Publikum begrüßt hat, hielten die Tollitäten Kinderprinzessin Leonie I. & Prinzessin Regina I. ihre Ansprache. Nach dem die Garde aus Altenkirchen ihren Auftritt hatte, marschierten wir mit unserem Prinz Julian I. und unserem Solomariechen Jennifer auf die Bühne.

Rainer Benner begrüßte alle mit einem 3 Fach donnerndem Helau & erzählte wie die Freundschaft zu den Scheuerfeldern entstand. Auch Julian hielt seine Rede an das Publikum. Bevor die Orden ausgetauscht wurden, zeigte Jennifer uns ihren Solotanz. mit einen 3 Fach donnernden Helau verabschiedete sich der KVN von der Bühne.







Selbstwerberholz

Nistertal, 13. Mai 2022

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Wegen personeller „Engpässe“ und der daraus notwendigen Priorisierung der Arbeiten werden wir leider in diesem Frühjahr kein Selbstwerberholz in Nistertal anbieten können.

Da (zum Glück) so gut wie kein Windwurf im Laubholz angefallen ist, müsste frisches Holz gefällt werden. Hierfür ist das Frühjahr (Saftfluss) schon zu weit fortgeschritten, so dass es bei der Fällung zu Schäden kommen und natürlich auch die „Qualität“ des Brennholzes leiden würde.

Die Bestellungen bleiben aber zu den Konditionen bestehen und werden im zeitigen Herbst erfüllt. Das bestellte Meterholz wird noch im Laufe des Monats Mai geliefert. Ein „Umschwenken“ von Selbstwerber auf Meterholz ist aber nicht möglich!

Ich bitte hier nochmals um Verständnis!

Panthel, FAM



Aktion Saubere Landschaft 2022
Kurze Rückschau


Nistertal, 13. Mai 2022

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Am 09.04.2022 fand kreisweit, so auch wieder in unserer Ortsgemeinde, die Aktion Saubere Landschaft 2022 statt. Der Einladung zur Teilnahme folgten viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die allesamt mit viel Motivation und Spaß bei der Sache waren.

Beim nächsten Durchgang darf die Teilnehmerzahl aber gerne nochmals gesteigert werden! Es konnte ein beachtlicher „Müllberg“ aus den Gemarkungen Büdingen und Erbach aufgesammelt werden.

Bedauerlicherweise fanden sich auch in diesem Jahr wieder Autoreifen, Plastik- und Renovierungsmüll, uvm. unter den gefundenen Gegenständen. Was hat so etwas im Wald oder an Wegesrändern zu suchen? Besonders auffällig war erneut die Menge an Glasprodukten und -scherben, hier vor allen Dingen viele kleinere Schnapsfläschchen, die mancherorts wie an der Perlenkette über etliche Meter verstreut vorgefunden wurden. Ebenso – leider wie immer – Kunststoffverpackungen.

Auch einige Privatgrundstücke zeichneten sich erneut durch grobe Vermüllung (und abgesehen davon auch Verwucherung) aus – hier wurde jedoch nicht aufgeräumt, entsprechende Grundstücksbesitzer dürfen sich selbst in der Pflicht sehen!

Den Teilnehmern fiel auf, dass die gesammelte Müllmenge im Vergleich zu den Vorjahren nicht sonderlich größer wurde. Könnte das auf ein steigendes Umweltbewusstsein in der Bürgerschaft zurückzuführen sein?! Es stimmt in jedem Fall positiv, daß der Müllberg zumindest annähernd konstant bleibt und von Jahr zu Jahr nicht weiter anwächst, tendenziell sogar eher abnimmt. Schöner wäre jedoch, man würde in ganz Nistertal irgendwann mit 2-3 blauen Säcken auskommen. Vielleicht schaffen wir das ja in den nächsten Jahren!

Ich danke allen Teilnehmern für ihre fleißige Arbeit und ihr ehrenamtliches Engagement für letztlich alle Nistertaler, denn uns allen kommt eine saubere Landschaft zugute. „Viele Hände, schnelles Ende!“, so kann man die Aktion Saubere Landschaft 2022 wohl erneut zusammenfassen, um 10 Uhr begonnen und um 12.45 Uhr bereits alle Straßen und Wege abgelaufen gehabt. Eine spitzen Leistung!

Im Anschluss gab es wie immer ein gemütliches Beisammensein sowie eine Stärkung bei einer warmen Mahlzeit und kalten Getränken, organisiert von der Jugendfeuerwehr Nistertal und geliefert von Metzgerei Wedler. Besten Dank dafür!

Alle diejenigen, die noch nicht mitgemacht haben, kann man nur dazu ermutigen dies das nächste Mal zu tun.

Christian Benner, Ortsbürgermeister



Kunterbunte Kiga – News aus dem Kindergarten Kunterbunt in Nistertal
Nachwuchs auf dem Bauernhof


Nistertal, 13. Mai 2022

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Am Mittwoch, den 27.04.2022, machten sich ca. 30 Kinder und ihre Erzieher aus dem Kindergarten Kunterbunt zu Fuß auf den Weg zum Talhof in Nistertal. Einer unserer Gemeindearbeiter und Besitzer des Hofes Rüdiger Steup hatte uns eingeladen, da seine Kühe Kälbchen bekommen haben.

Die Vorfreude der Kinder war riesengroß und so staunten wir alle nicht schlecht, denn wer hat schon mal die Möglichkeit so viele kleine und große Kühe aus nächster Nähe zu beobachten. Als dann auch noch jedes Kind dem nicht gerade kleinen Papa der Kälbchen in die Augen schauen durfte, waren wir alle umso begeisterter. Mit knapp 800 kg könnte der Name „Idefix“ nicht passender sein.

Vielen Dank für den schönen Nachmittag bei dir, Rüdiger.
Das können wir gerne wiederholen.







An die Nistertaler Jugend: Der Jugendraum Nistertal ist wieder offen!

Nistertal, 13. Mai 2022

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Liebe Jugendlichen!

Ihr seid 13-18 Jahre alt und kommt aus Nistertal? Dann traut Euch und kommt am 19.05.2022 um 18.30 Uhr in den Jugendraum in Nistertal (über dem Kindergarten).

Wir freuen uns auf Euch und wollen mit Euch wieder voll durchstarten und den „Corona-Muff“ der letzten Jahre im JuRa hinter uns lassen. Seid dabei, es lohnt sich!

Euer Jugendraum-Team der Ortsgemeinde



Ortsgemeinde und Jagdpächter informieren: Verdacht auf Staupefälle in Nistertal

Nistertal, 13. Mai 2022

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In letzter Zeit wurde bei den heimischen Füchsen öfter festgestellt, dass diese recht teilnahmslos, desorientiert und schwächlich wirkend mit ruppigem Fell und einem recht schlechten Allgemeinzustand auch in der Nähe oder im Dorf niedergingen.

Da es sich ggf. um die bei Füchsen ab und an vorkommende Staupe-Krankheit handeln könnte, ergeht dieser vorsorgliche Hinweis: Die Staupe kann für alle Hundeartigen, d.h. für alle Haushunde ebenso wie für Füchse, usw. gefährlich werden, wenn diese nicht dagegen geimpft sind. Bitte kontrollieren Sie als Hundehalter doch daher den aktuellen Impfstatus Ihres Hundes.

Es hilft zudem, Ihren Hund angeleint auszuführen, damit dieser gar nicht erst ins Gebüsch zu evtl. kranken Füchsen ausbüxen kann. Ohnehin gilt ja die Anleinpflicht! Diese kommt auch allem anderen Wild zugute.

Nähere Informationen können problemlos im Internet, beim Jäger Ihres Vertrauens oder beim Kreisveterinäramt erfragt werden.

Christian Benner, Ortsbürgermeister



Termine über Termine
Ehrenamtsabend der Ortsgemeinde wird verschoben


Nistertal, 13. Mai 2022

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Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht ganz vorüber ist, so häufen sich doch wieder die geselligen Zusammenkünfte und Feste im Dorf und rund um uns herum. Das ist nur allzu menschlich und auch gut so.

Leider hat dies im vorliegenden Fall dazu geführt, dass am Christi Himmelfahrt-Wochenende nun bis zu 5 dieser Termine aufeinander treffen. Um das Wochenende für alle Gäste und Verantwortungsträger/innen zu entlasten, haben wir uns dazu entschlossen, den Ehrenamtsabend der Ortsgemeinde, welcher für den 28.05.2022 geplant und angekündigt war, zu verschieben.

Er wird nun am (immer noch sommerlichen) 03.09.2022 stattfinden! Eine entsprechende Ankündigung bzw. Einladung wird hierzu noch rechtzeitig u.a. im Wäller Blättchen erscheinen.

Wir bitten darum, solche planbaren Termine zukünftig wieder rechtzeitig beim Treffen der Vereine vorzutragen, damit diese bereits frühzeitig in den Terminplan der Ortsgemeinde aufgenommen werden können, welcher am Jahresanfang veröffentlicht wird. Einige der Terminkollisionen wären so vermeidbar gewesen.

Abschließend danken wir für Ihr und Euer Verständnis und wünschen uns schon jetzt einen schönen, geselligen Sommer 2022.

Christian Benner, Ortsbürgermeister



Musikzug der FF Nistertal
Vereinsfreundschaft mit Schützenverein Leuzbach weiter gefestigt


Nistertal, 06. Mai 2022

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Seit mehreren Jahren ist es Tradition, dass der Musikzug der FF Nistertal beim Schützenfest des SV Leuzbach-Bergenhausen am Pfingstsamstag aufspielt. Nachdem das Schützenfest wie viele andere Veranstaltungen in den letzten beiden Jahren coronabedingt ausfallen musste, beschlossen die Leuzbacher, den Spieß umzudrehen, und besuchten am vergangenen Freitag mit einer kleinen Delegation, der auch Schützenkönig Frank angehörte, den Musikzug in Nistertal.

Dort wurde feierlich der Vertrag für das diesjährige Pfingstwochenende unterzeichnet, bei dem das Orchester erstmalig auch montags zu hören sein wird. Anschließend wurde der Vertragsabschluss gebührend gefeiert und die bestehende Vereinsfreundschaft, der auch zwei Jahre Absenz nichts anhaben konnte, feuchtfröhlich bestärkt.





Karnevalsverein Nistertal 1992 e.V.
Wäller Blömscher on Tour


Nistertal, 06. Mai 2022

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Am Samstag, den 30.04.22 hatten die Wäller Blömcher ihren ersten Auftritt seit mehr als zwei Jahren. Beim „Tanz in den Mai“ der TSG Enspel traten Sie als Rentnerinnen auf und brachten mit einer Mischung aus Klamauk und Tanz viel Stimmung in den Saal.





Freiwillige Feuerwehr Nistertal
Fahrzeugbrand Elektroauto mit eingeklemmter Person


Nistertal, 01. April 2022

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Es ist Samstag, der 12.03.2022 gegen 14 Uhr. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Nistertal finden sich einer nicht alltäglichen Situation ausgesetzt.

Ein Elektrofahrzeug brennt in Folge eines Unfalles; der Fahrer ist noch im Fahrzeug eingeklemmt. Ein Szenario, welches man sich nicht vorstellen mag. Die Einsatzkräfte schlagen die Dämpfe nieder, löschen den Brand soweit es bei einem Elektrofahrzeug möglich ist und befreien den Fahrer unter schwerem Atemschutz mit Rettungsschere, Spreizer und Hydraulikzylinder im Rahmen einer sogenannten Sofortrettung. Nach wenigen Minuten ist der Fahrer befreit. Alles zum Glück eine Übung...

Vorangegangen war ein Samstagvormittag, der für die zahlreichen Einsatzkräfte mit einem Frühstück begann, gefolgt von kurzweiligem Unterricht zum gesamten Themenbereich Elektromobilität sowie die verschiedenen Einsatztaktiken, über Besichtigungen von Elektrofahrzeugen und deren Komponenten, nach einer Mittagspause dann Brandversuche bis hin zur vorbeschriebenen Einsatzübung.

Ein erfolgreicher Tag, dessen sich alle einig waren, der uns in diesem Themenfeld wieder einmal weit nach vorne gebracht hat und sicherlich Wiederholung findet.





Entsorgung von Grünabfällen der Bürgerschaft

Nistertal, 18. März 2022

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Auch in diesem Frühjahr (und im Herbst) ist es seitens der Gemeinde vorgesehen, den Häckselplatz für die Annahme von Grünabfallen wieder an mehreren Terminen zu öffnen. Die Termine werden den Nistertaler Bürgerinnen und Bürgern auch dieses Jahr mit gesonderter Mitteilung bekanntgegeben, was zeitnah erfolgen wird.

Es werden Grünabfallcontainer bereitgestellt, in die ausschließlich Astschnitt und Rückschnitt (Gehölz, Stauden) eingeworfen werden darf. Äste mit Durchmesser größer als 5 cm, ganze Stämme sowie Rasenschnitt werden nicht angenommen!

Abladeberechtigt sind ausschließlich Nistertaler Bürgerinnen und Bürger. Die Bauhofmitarbeiter sind gehalten dies zu kontrollieren.

Ich weise darauf hin, dass die derzeit gültigen Corona-Regeln für den zwischenmenschlichen Umgang in der Öffentlichkeit auch beim Abladen des Grüngutes auf dem Häckselplatz gelten. Diese sind demnach auch dort einzuhalten.

Danke für Ihr und Euer Verständnis!

Christian Benner, Ortsbürgermeister



Illegale Motorradfahrten durch den Gemeindewald häufen sich

Nistertal, 25. Februar 2022

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Die Gemeindeverwaltung, aufmerksame Wanderer, die Jagdpächter sowie die zuständigen Polizeiinspektionen Hachenburg und Westerburg mussten in letzter Zeit leider immer häufiger feststellen, daß unüberhörbar (lautes Dröhnen der Motoren, absichtliches PS-Gehabe) und unübersehbar (Spuren auf Waldwegen, Fahrt-Furchen in Feldern und Wiesen) einige Motorradfahrer vermutlich auf Cross-Maschinen mit hoher Geschwindigkeit durch Wald und Flur hetz(t)en. Selbst die Westerwälder Zeitung berichtete schon darüber, daß ein Pferd mit Reiter aufgrund des rücksichtslosen Fehl- und Fahrverhaltens der Cross-Fahrer durchgegangen war.

Da das Fahren mit Cross-Maschinen auf Waldwegen ohne triftigen Grund, berechtigtem (Anlieger-) Interesse oder gesonderter Erlaubnis generell nicht erlaubt ist, weil jene nur dem land- und forstwirtschaftlichem Verkehr sowie u.a. der Naherholung dienen, bitte ich alle Nistertalerinnen und Nistertaler um Mithilfe: Melden Sie die Fahrer bei den zuständigen Polizeiinspektionen oder bei der Gemeindeverwaltung!

Dies dient dem Schutz des Waldes, des Wildes, aber auch der dortigen Spaziergänger, Wanderer, Reiter, usw. Rücksichtsloses Verhalten ist nicht nur störend, sondern zieht auch Konsequenzen nach sich. Ordnungswidrigkeiten dieser Dimension sollten baldmöglichst geahndet werden.

Die Vorfälle ereigneten sich prinzipiell in allen Waldgebieten, vermehrt jedoch im Seifen in Erbach und im Büdinger Wald Richtung Stockum-Püschen. Danke für Ihre Mithilfe!

Christian Benner, Ortsbürgermeister



Schule in Kriegszeiten 1939 bis 1945
Materialsammlungen, Bezugsscheine, Nazi-Lügen und Abkehr von der Sütterlinschrift


Nistertal, 25. Februar 2022

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Dritter und vorerst letzter Teil der kleinen Schulchronikreihe schließt mit Anekdoten aus Kriegstagen.

Zu Kriegsbeginn 1939 trägt Lehrer Schürg in die Schulchronik Erbach ein: “Inzwischen brach am 1. September 1939 der Krieg mit Polen aus, den Lehrer Bless mitmachte. In nur 18 Tagen war Polen erledigt. Inzwischen aber hatten England und Frankreich, als die sogenannten Beschützer der kleinen Staaten, die ja Polen in den Krieg gehetzt hatten, uns den Krieg erklärt, ohne aber dadurch Polen die geringste Hilfe zu bringen. Der Westwall, der unsere Grenze gegen Frankreich schützen sollte, war inzwischen aber so weit vollendet, dass auch hier der Franzose keinen Angriff wagte“.

Der Text macht in beeindruckender Weise deutlich, wie auch in prinzipiell offiziellen Dokumenten, was eine Schulchronik ja nun einmal ist, die Wahrheit verfälscht wurde. Es war in Wirklichkeit ein Überfall auf das Nachbarland, dem noch durch einen hinterlistigen und angeblichen Überfall bei Gleiwitz eine Berechtigung gegeben wurde. Dass dabei wohl KZ-Häftlinge in polnische Uniformen gepresst und erschossen wurden, ist an Niederträchtigkeit kaum noch zu überbieten.

Beim Lesen der Einträge aus den Kriegsjahren verfestigt sich laut Wolfgang Gerz, hiesiger Ortsarchivar, der Eindruck, dass Lehrer Schürg die Lügen der nationalsozialistischen Staatsführung offenbar nicht durchschaute (oder nicht durchschauen wollte) und die Eintragungen so in gutem Glauben vornahm. Der Eintrag unterstreicht aber auch, dass selbst Lehrer, die man wohl zur dörflichen Intelligenz rechnen musste, auf die Nazi-Propaganda hereinfielen.

Gleichzeitig mit den Eintragungen klebt der Lehrer verschiedene Bezugsscheine in die Chronik ein (Reichsbrotkarte, Reichsfettkarte, Reichseierkarte, Reichsmilchkarte, usw.). Diese Bezugsscheine verdeutlichen, dass schon mit Beginn des Krieges Nahrungsmittel nur noch beschränkt zur Verfügung standen.

Der vorne genannte Lehrer Bless wird im Juni 1941 erneut zur Wehrmacht eingezogen. Ihn vertritt Sophie Hartmann, die bisher in Niedermörsbach Dienst tat. Sie schreibt in der Chronik: „Der Unterricht steht im Zeichen des großen Geschehens an den Fronten. Nicht nur ist er infolge der Vertretung auf eine geringe Stundenzahl zusammengedrängt und erfordert deshalb konzentrierte Arbeit, sondern darüber hinaus sind andere kriegswichtige Arbeiten zu verrichten. Die Schüler werden eingesetzt zum Sammeln verschiedener wichtiger Dinge: Altmaterial und Heilkräuter hauptsächlich werden laufend gesammelt. Dass unsere Landkinder beim Bergen der Ernte in besonderem Maße herangezogen werden, ist selbstverständlich.“

Im Schuljahr 1941/42 wird die neue deutsche Normalschrift eingeführt und ersetzt die Sütterlinschrift. 1942 werden auch in Erbach Kinder in der Schule aufgenommen, die „aus den luftgefährdeten Gebieten“ kommen und während des Krieges in Erbach wohnen. Am 1. März 1943 werden allein fünf Kinder aus Essen angemeldet. Dazu kommen Kinder aus Köln und Mainz. Die Schulsituation wird immer prekärer, da im April gleich zwei gesamte Klassen einer Frankfurter Mädchenschule in Erbach untergebracht werden, „eine in der Krone, die andere in unserer Schule“.

Damit enden die Eintragungen aus der Kriegszeit. Zum Schuljahr 1944/45 erfolgten keine Eintragungen. Über das Ende der Nazi-Diktatur breitet die Schulchronik den Mantel des Schweigens aus. Im September 1945 heißt es dann „Im neuen Geiste des Friedens“.

Christian Benner, Ortsbürgermeister
Wolfgang Gerz, Ortsarchivar, schrift:gut



Das Büdinger Strafbuch (1889 - 1914)
Als die Prügelstrafe noch zum ganz normalen Schulalltag gehört


Nistertal, 04. Februar 2022

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Was heute kaum noch vorstellbar, aber zumindest nachhaltige Konsequenzen hätte, gehörte bis weit nach dem 2. Weltkrieg zum normalen schulischen Alltag: Die Prügelstrafe. Würde dies nachträglich noch geahndet, könnte das Strafbuch der Schule in Büdingen ausreichend schriftliche Beweise liefern. Zwischen 1898 und 1914 haben die Lehrer die Verfehlungen ihrer Zöglinge genauestens festgehalten; ebenso die darauf folgende Bestrafung. Doch lassen wir das Strafbuch sprechen:

Am 5. August 1889 werden Alois B., Adolf B. und Karl K. wegen „anhaltender Faulheit„ bestraft. Es gibt Schläge „mit dem Riemen auf die flache Hand“. Auffallend bei den Eintragungen ist, wie sehr die Buben über die Mädchen „herausragen“. Allerdings sind auch diese keine Unschuldslämmer, wie der Eintrag zum 30. Juli beweist. Theresia B., Luisa N., Anna W. und Helma G. erhielten eine Strafe wegen Kirschendiebstahl. Unter „Art der Züchtigung“ ist eingetragen: Stockstrafe. Dies zeigt, dass auch Verfehlungen gerügt wurden, die außerhalb der Schule passierten und die dem Lehrer dann zugetragen wurden.

Am 30. August haben sich gleich acht Schüler über die reifen Pflaumen hergemacht; leider nicht über die eigenen. Was natürlich wieder den Rohrstock hervorrief.

Am 25. Mai 1891 hat sich Alois B. in der Kirche ungehörig betragen. Josef B. war nicht nur faul, sondern noch frech dazu. August D. erhielt Schläge mit dem Riemen wegen seiner schlechten Schrift. 1883 werden zahlreiche Mädchen für „Faulheit in der Industrieschule“ (wahrscheinlich Handarbeit) mit Arrest bestraft. Auch Schulschwänzen war damals schon in Mode, wie Einträge vom September 1894 beweisen. 1895 wird „Faulheit in wiederholten Fällen“ wieder mit dem Riemen bestraft.

Zum Thema Faulheit werden sogar verschiedene Stufen vermerkt: Neben der Faulheit, gab es noch die „große Faulheit“, die „andauernde Faulheit“ und die „grenzenlose Faulheit“. Josef H. wird am 6. April 1897 zu seiner grenzenlosen Faulheit bescheinigt, dass „vorstehende Eigenschaft ihm in großen Maße eigen ist“. Im Juni hatte dann ein Großteil der Schüler den „Katechismus nicht gelernt“. Es gab dafür einen 20-minütigen Arrest.

Josef H. und Josef B. waren am 4. Juli 1895 „abends nach dem Abendläuten noch auf der Straße“ angetroffen worden. Auch das zog eine körperliche Züchtigung nach sich, da die beiden wohl Wiederholungstäter“ waren. Für „andauernde Faulheit“ gab es 1896 zwei Schläge auf die Hand; für „Katechismus nicht gelernt“ gar vier Schläge. Vier Schläge für „hartnäckiges Lügen“ mussten sich 1917 auch Anna und Magdalena B. gefallen lassen. Aloys W. hatte ein Vogelnest ausgehoben, was ihm sechs Schläge auf die Hand einbrachte. Fast schon eine Höchststrafe.

„Fingernägel abgebissen“ gab ebenso zwei Schläge wie „Werfen mit Steinen“. Rügen erteilte der Lehrer auch zu Schwätzen und „Unordnung im Schulranzen“. Am 5. August haben Alois B., Johann D., Wilfried K., Alois Sch. und Josef K. beim Obstdiebstahl noch die Bäume beschädigt. Konsequenz: Vier Schläge auf die Hand. Auch wer zu spät zum Unterricht kommt, muss die Hand herhalten. Wilhelm und Josef K. prügelten sich auf dem Schulhof. Josef H. ist herumgelaufen am Abend. 1900 werden einige Buben beim Fischfang erwischt. Für „Unfug in der Schule“ gibt es für Josef K. noch vier Schläge auf den Rücken (wohl auf den verlängerten Rücken).

Wie gut, dass die Zeiten der prügelnden Lehrer vorbei sind. Doch es waren ja nicht nur die Lehrkräfte; auch im Elternhaus saß die Hand vielfach recht locker. Und wer sich Zuhause über die Schläge des Lehrers beschwerte, der bekam oft noch zu hören „Wirst sie dir wohl verdient haben“ und vielleicht sogar noch einen „Nachschlag“. So waren damals die Sitten.

Christian Benner, Ortsbürgermeister
Wolfgang Gerz, Ortsarchivar, schrift:gut



Karnevalsverein Nistertal 1992 e.V.
Veranstaltungen abgesagt


Nistertal, 04. Februar 2022

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Die Euphorie am Beginn der Session 2021/22 hat stark nachgelassen. Nach der erfolgreich und problemlos durchgeführten Sessionseröffnung mit Prinzenproklamation am 08.11.2021 waren wir uns (fast) sicher, dass wir zwar eine Session mit Einschränkungen, aber immerhin eine karnevalistische Session erleben werden. Zu dieser Zeit wusste noch niemand von der Omikron-Variante....

Trotzdem wurden alle Vorbereitungen so getroffen, dass wir jederzeit die Reißleine für eine Absage der Veranstaltungen ziehen konnten. Obwohl die Ansteckungszahlen im neuen Jahr plötzlich sehr stark anstiegen, hat der Vorstand noch lange gewartet und die Situation genau beobachtet. Letztendlich wurde aber doch entschieden - wie die meisten befreundeten Vereine auch - alle Veranstaltungen abzusagen.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber Sicherheit und Gesundheit von Aktiven und Besuchern haben für uns oberste Priorität, so Birgit Schneider, die 1. Vorsitzende des KVN. Es ist schade, dass nach einem so gut gelungenen Sessionsstart am Ende doch alle Vorbereitungen für die Katz waren. Aber wir Karnevalisten stehen zusammen und schauen optimistisch in die Zukunft.

Ganz ohne Aktion soll aber der Karneval nicht an Nistertal vorbeiziehen. Falls die aktuelle Lage es zulässt, werden wir am Samstag, den 26.02.2022 mit unserem Umzugswagen kostümiert und mit karnevalistischer Musik durch Nistertal fahren.

Der Karnevalsverein Nistertal wird im Mai 2022 30 Jahre alt. Zwar feiern wir traditionell nur die Vielfachen der Zahl 11 als närrische Jubiläen. Aber - als Ausgleich für zwei kpl. ausgefallene Sessionen haben wir entschieden, am 11.06.2022 ausnahmsweise das 30-jährige Jubiläum zu feiern.

Show-, Garde- und Kindertanzgruppen haben trotz der Corona-bedingten Umstände ihr Training durchgezogen und ihre Tänze einstudiert. Wäre doch schade, wenn die nicht aufgeführt werden könnten. Wir sind guter Hoffnung, dass die Situation im Frühsommer solche Veranstaltungen zulassen wird. Mehr dazu berichten wir in den nächsten Wochen.

Liebe Freunde des Nistertaler Karnevals, bleibt uns treu! Freut euch mit uns auf unser Jubiläum und auf eine Session 2022/23, die hoffentlich wieder zwang- und sorglos gefeiert werden kann.

www.kv-nistertal.de





Schulchroniken sind im Nistertaler Ortsarchiv zurück

Nistertal, 28. Januar 2022

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Fünf Bände zu den ehemaligen Schulen in Büdingen und Erbach bereichern den Bestand

Schulchroniken sind für jedes Dorfarchiv wahre Schätze im Bestand. Nicht anders in Nistertal, wo jetzt nach langer Ausleihe gleich fünf Bände wohlbehalten zurückgekehrt sind. Solche Chroniken, die in der Regel zu Zeiten des Herzogtums Nassau begonnen wurden, erhalten mehr als nur die örtliche Schulgeschichte. Sie sind auch eine wahre Fundgrube für die ortsgeschichtliche Forschung, da die jeweiligen Lehrer hier auch immer wieder besondere Ereignisse im Dorfleben festgehalten haben.

Diese Eintragungen variieren allerdings nach Interessenlage der Lehrer; beispielsweise bei den Einträgen von Wahlergebnissen oder dem Wetter. In Büdingen wurde die Schulchronik 1829 durch „Schulherr“ Ruppet begonnen und 1831 durch Schullehrer Lehnhäuser fortgeführt. Der erste Band endet mit dem Schuljahr 1948/49 und den Eintragungen von Lehrer Merten. Band zwei beginnt dann 1950 und endet mit der Einweihung der neuen Grundschule am 18. September 1987. Schulleiterin war damals Hiltrud Gornik.

Die beiden Bücher enthalten also 158 Jahre Orts- und Schulgeschichte. Sie sind handschriftlich geführt und werden stellenweise durch Fotos und Zeitungsausschnitte ergänzt. Viele Jahre wirkte an der Schule in Büdingen Bernhard Jeck, der Verfasser der Ortschronik Nistertals Band 1.

Auch der erste Band der Schulchronik Erbach beginnt im Jahr 1829. Der Elementarschullehrer Johannes Henrich Heinz hat die entsprechende Anweisung zur Führung der Schulchronik durch die Herzoglich Nassauische Landesregierung in das Buch übertragen. Er erwähnt dabei auch den für Erbach zuständigen Schulinspektor, Herr Pfarrer Wollweber aus Rotzenhahn (heute Rotenhain). Wie bei Büdingen, so geht auch Heinz in seiner Einleitung auf die schulischen Verhältnisse vor 1829 ein, die in Erbach bis 1750 zurückreichen. Diese Einträge gründen fast immer in mündlichen Überlieferungen älterer Bewohner. Der Erbacher Band eins endet 1939.

Band zwei beginnt mit dem Schuljahr 1939/40 - und mit eingeklebten Bezugsscheinen für Brot, Eier, Fett und Fleisch. Auch Erbach spürte den Kriegsbeginn. Die Chronik zu Erbach endet mit dem Eintrag vom 1. April 1970. Lehrer Jabs schreibt wörtlich: „Um einer Zusammenarbeit mit dem Kollegen Jeck aus dem Wege zu gehen, habe ich mich an die Hauptschule Bad Marienberg versetzen lassen“. Ob es sich hier um einen Aprilscherz handelte, das wird wohl nicht mehr aufgeklärt.

Da das Schulwesen im Westerwald erst durch das Nassauische Schuledikt in geordnete Bahnen gelenkt wurde, sind das 17. und 18. Jahrhundert nur sehr lückenhaft zu erfassen. Die Schule war Sache der Gemeinde, die in der Regel an der Bildung ihrer Kinder nur eingeschränktes Interesse zeigte. Im Sommer war keine Schule, da wurden die Kinder in der Landwirtschaft gebraucht. Und im Winter unterrichtete oftmals ein Dinglehrer; gelegentlich sogar der Dorfhirte, der im Winter ja Zeit hatte. Wie der Unterricht aussah, kann man sich leicht vorstellen. Aus einem Dorf im Hohen Westerwald ist überliefert, dass der dortige Hirte/Lehrer selbst kaum lesen und schreiben konnte.

Christian Benner, Ortsbürgermeister
Wolfgang Gerz, Ortsarchivar, schrift:gut



Zum Jahresende 2021
„Kleines Museum“ - aus Liebe zur Heimat


Nistertal, 07. Januar 2022

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Liebe Freundinnen und Freunde des „Kleinen Museums“,

mit großen Schritten ging das Jahr 2021 zu Ende. 2021 ist bereits das zweite Jahr, welches im Zuge der Corona-Pandemie von uns und unserer Gesellschaft Rücksichtnahme, Disziplin aber auch Kreativität verlangt hat. Ein Jahr, das nochmal deutlicher gemacht hat, dass unser tägliches Miteinander alles andere als selbstverständlich ist. Ein Jahr, welches uns allen noch einmal gezeigt hat, dass wir gut und privilegiert leben dürfen.

Auch das Team und die Freunde des „Kleinen Museums“ mussten in den vergangenen beiden Jahren Rücksichtnahme, Disziplin und Kreativität unter Beweis stellen. Unsere liebevoll organisierten Veranstaltungen konnten nicht wie gewohnt stattfinden. In weiten Teilen mussten wir deshalb auf die netten Abende und Stunden im Museum verzichten. Trotzdem sind wir für die kleinen Momente dankbar, die wir in 2021 gemeinsam genießen durften.

Für das Jahr 2022 sind wir zuversichtlich, dass uns wieder mehr Gelegenheiten geboten werden, um mit Freunden Zeit im Museum zu verbringen.

Wir würden uns freuen, wenn auch Sie in diesem Jahr das „Kleine Museum“ für sich entdecken. Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich mit Ihren Ideen und Vorschlägen aktiv im Team des Museums einzubringen. Frei nach unserem Motto: „Aus Liebe zur Heimat!“







Nachruf

Nistertal, 07. Januar 2022

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